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Der französische Tenor Benjamin Bernheim hat sich in den vergangenen Spielzeiten als regelmäßiger Gast an den renommiertesten Bühnen Europas etabliert, u.a. an der Pariser Opéra, der Wiener und der Berliner Staatsoper, der Opéra national de Bordeaux und dem Royal Opera House, Covent Garden, wo seine Interpretationen von großen Tenorpartien des romantischen Repertoires bei Publikum und Presse auf begeistertes Echo stießen.

Im Jahr 2020 wurde er bei den Les Victoires de la Musique Awards in Frankreich als „Artiste Lyrique de l’Année“ (Opernsänger des Jahres) und als „Personnalité Musicale de l’année“ (Musikalische Persönlichkeit des Jahres) von Le Syndicat professionnel de la critique de théâtre, musique et danse ausgezeichnet, den Titel „Sänger des Jahres” von dem Magazin Oper! und „Nachwuchskünstler” des Opus Klassik erhielt er ebenfalls. Im selben Jahr wurde sein Debütalbum von Diapason mit einem „Diapason d’Or“ und von Classica als „Choc de Classica“ ausgezeichnet.

Bernheims Saison 2020/21 beginnt mit einer Rückkehr an die Opéra national de Bordeaux, um die Saison mit einer seiner charakteristischen Rollen, Alfredo in La traviata, zu eröffnen. Der „ideale“ Des Grieux (Opéra Magazine), Bernheim, sollte zum dritten Mal in seiner Karriere im Opernhaus Zürich die Rolle in Massenets Manon spielen und sein Debüt in Moskau, Russland, in einer konzertanten Aufführung der Oper in der Tschaikowsky-Halle geben. Beide Aufführungen wurden im Rahmen der Maßnahmen zur Covid-19 Pandemie abgesagt. Im Dezember kehrt er als Rodolfo in La Bohème an die Bayerische Staatsoper zurück. Im März und April ist er in einer Neuproduktion von Faust an der Opéra national de Paris in der Titelrolle zu sehen. Sein Debüt an der Metropolitan Opera in New York City sollte Bernheim als Roméo in Gounods Roméo et Juliette geben (abgesagt wegen der Pandemie). Auf der Konzertbühne singt er in Paris, Wien, Hannover, Luxemburg und München, bei der Eröffnungsgala im Teatro alla Scala und ist Tenorsolist in Elias an der Accademia Nazionale di Santa Cecilia.

Höhepunkte seiner bisherigen Karriere waren Rodolfo an der Pariser Opéra, in Zürich, an Covent Garden sowie an der Berliner und der Wiener Staatsoper, Des Grieux an der Pariser Opéra und in Bordeaux, der Herzog von Mantua (Rigoletto) an der Bayerischen Staatsoper, Lenski (Eugen Onegin) an der Deutschen Oper Berlin, Alfredo an der Mailänder Scala, an Covent Garden, in Zürich, an der Semperoper Dresden sowie an der Deutschen Oper und der Staatsoper in Berlin, Faust an der Lyric Opera of Chicago, dem Théâtre des Champs-Élysées und der Lettischen Nationaloper sowie Nemorino (L’elisir d’amore) an der Wiener Staatsoper. Bei den Salzburger Festspielen, wo er 2012 debütiert hatte, wurde er zuletzt zu Pfingsten 2018 als Piquillo (La Périchole) bejubelt. 

Auf der Konzertbühne war er in Rezitals an der Opéra national de Bordeaux, im Konzertsaal La Grange au Lac in Neuvecelle, am Opernhaus Zürich und im Rahmen der Reihe L’Instant lyrique in Paris sowie als Solist in Verdi’s Requiem und Puccinis Messa di Gloria zu hören.

Benjamin Bernheim ist Exklusivkünstler der Deutschen Grammophon. Sein 2019 erschienenes Debütalbum erhielt hervorragende Kritiken. 

Benjamin Bernheim studierte bei Gary Magby am Konservatorium in Lausanne, nahm an Meisterklassen bei Giacomo Aragall und an Carlo Bergonzis Accademia Verdiana in Busseto teil und war Mitglied des Internationalen Opernstudios am Opernhaus Zürich.